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Die Homöopathie reizt seit jeher zu heftigen Diskussionen. Gerade
die Tatsache, dass die Arzneimittel potenziert (die Gegner sagen: verdünnt)
werden, so dass mit heutigen wissenschaftlichen Methoden der Ausgangsstoff
(noch) nicht auffindbar ist, läßt die Gemüter erhitzen.
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Grundlagen - ein klein wenig Theorie
Der Homöopathiegedanke fußt auf 3 Säulen.
- Arzneimittelprüfung
Hier testet der Mensch! Eine Arzneimittelprüfung sieht vor, dass
ein gesunder Mensch eine Substanz einnimmt. Alle Änderungen, die
die Person feststellt werden notiert. Die Symptome können natürlich
von Person zu Person abweichen.
Nach 200 Jahren Homöopathie gibt es mittlerweile dicke Bücher,
welche Mittel welche Symptome hervorrufen. Diese nach den Mitteln geordnete
Symptomensammlungen nennen sich Materia Medica.
Die Gesamtheit der Symptome, die ein Mittel hervorbringt, nennt man Arzneimittelbild.
- Ähnlichkeitsregel oder Simileregel
"Similia similibus curentur"
Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden.
Es gilt also, die Arznei zu finden, die in ihrem Arzneimittelbild die
Symtome des Kranken aufgezeichnet hat.
Wähle, um sanft, schnell, gewiß
und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche
ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen kann.
Hahnemann "Organon der Heilkunst"
- Dosierungslehre oder Potenzierung
Es hat sich gezeigt, dass Mittel nachdem sie schrittweise mit Waser oder
Alkohol in bestimmter Art verdünnt werden, tiefgreifende Wirkungen
erzielen.
Je höher potenziert wird, desto tiefgreifender ist die Wirkung.
Herstellung von D-Potenzen
Bei der Dezimalskala wird ein Teil Urtinktur mit 9 Teilen Wasser oder
Alkohol verdünnt und verschüttelt, um so die D1 zu erreichen.
Verdünnt und verschüttelt man jetzt einen Teil dieser Verdünnung
wiederum mit 9 Teilen Wasser oder Alkohol, erhält man die D2.
Nach sechsmaliger Wiederholung dieses Potenziervorgangs erhält man
die D6.
Herstellung von C-Potenzen
Hier wird ein Teil Urtinktur mit 99 Teilen Wasser oder Alkohol verdünnt
und verschüttelt, um so die C1 zu erreichen. Verdünnt und verschüttelt
man jetzt einen Teil dieser Verdünnung wiederum mit 99 Teilen Wasser
oder Alkohol, erhält man die C2. usw. |